Ich sitz bequem im Sessel,
Was übelnimmt die Nessel.
Denn:
Kommod ist, aus der Sicht der Nessel,
Das Sofa nicht. Und nicht der Sessel.
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Die FAZ gratuliert sich zu 70 Jahren: »Freiheit beginnt im Kopf«. Sie sagen nicht, zu welchem Dreihundert Euro-Friseur der Kopf geht. Immerhin, die Guillotine teilt qua Wirkweise die Einschätzung der Verleger. Und kostet nichts. Freiheit, Freiheit, Freiheit.
Ein Zweig ist kein Nest.
Letzter Feind hat jüngst verloren,
Und er räumt für dich den Platz.
Du trittst frei und ungeschoren
Vor die Stufen des Schafotts,
Wo kein Richter jemals künde
Von der Schuld, die dir verwandt.
Wir, für deine beste Sünde,
Lassen dafür eine Hand.
Für ein Glück, das längst verloren,
Geben wir, was du verlangst.
Deine Welt wird neugeboren
Aus den Tiefen unserer Angst.
Zwei Replikatoren bitte!
In deine Stirn versenkten sich
Schon früh die Spuren des Verzichts.
Bedauerlich, denn ein gebroch-
nes Herz ist besser als nichts.
Das eine bleibt, das andre nicht,
Es wäre gleich, doch angesichts
Der Welt für sich ist ein gebroch-
nes Herz viel besser als nichts.
Bevor du einen Vogel fangen gehst, baue einen Käfig.
Die einen verzehren.
Andere spielen mit dem Essen, bevor sie es verzehren.
Wieder andere spielen mit dem Essen, bevor sie es nicht verzehren.
Er war so überaus vergrübelt,
Was man ihm voller Graus verübelt.
Antraf man die Sardinen,
Wo immer sie erschienen,
Mit unbelebten Mienen.
Schon unterschob man ihnen
Der Niedertracht zu dienen.
Dem ich entgegentrete:
Wen solch Verdacht umwehte,
Der ihn erhärten täte,
Der sei, der solches täte,
Blamiert bis auf die Gräte.